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BIM 2.0 – Warum die TGA-Planung mehr als ein gutes Modell braucht

Die Zukunft der TGA-Planung braucht durchgängig verfügbare Daten. BIM 2.0 verbindet Informationen über Softwaregrenzen hinweg und schafft die Grundlage für fundierte Entscheidungen ab der ersten Konzeptphase.

28.10.2026 · 3 Min.

Raumdaten, Auslegungsannahmen und  Berechnungsergebnisse werden so miteinander verbunden, dass sie in verschiedenen  Anwendungen und Projektphasen weiterverwendet werden könnenMagiCad
Raumdaten, Auslegungsannahmen und Berechnungsergebnisse werden so miteinander verbunden, dass sie in verschiedenen Anwendungen und Projektphasen weiterverwendet werden können
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BIM hat die Koordination in der TGA-Planung verbessert. Doch ein kollisionsfreies Modell beantwortet noch nicht, ob ein Anlagenkonzept energetisch überzeugt oder alle Beteiligten mit aktuellen Daten arbeiten. Projekte werden komplexer, Energie- und Umweltanforderungen müssen früher berücksichtigt werden. Dafür reicht ein BIM-Prozess, der vor allem auf Modellierung und den Austausch von Dateien ausgerichtet ist, nicht mehr aus.

Viele Daten und trotzdem keine gemeinsame Grundlage

Raumdaten stehen in Tabellen, technische Kennwerte im Fachmodell und Berechnungsergebnisse  in einer weiteren Anwendung. Bei Übergaben werden Angaben geprüft, Änderungen manuell nachgeführt und Werte erneut eingegeben. Das bindet Zeit, die für die eigentliche Planung fehlt. Bleiben Abweichungen unbemerkt, arbeiten Beteiligte mit widersprüchlichen Grundlagen. Auch ein koordiniertes Modell macht diese Unterschiede nicht automatisch sichtbar.

Angenommen, aus einem Büro wird ein Besprechungsraum. Die höhere Belegung kann andere Luftmengen erfordern. Wird nur das Modell angepasst, bleibt die Berechnung womöglich auf dem alten Stand. Auch Energie- und CO₂-Analysen verlieren an Einfluss, wenn ihre Ergebnisse erst vorliegen, nachdem das Anlagenkonzept feststeht. Die Chance auf eine bessere Variante ist dann vertan. Korrekturen erfordern zusätzliche Abstimmungen und erneute Planung.

BIM 2.0 verbindet Daten über Projektphasen hinweg

Hier setzt der Ansatz an, den MagiCAD Group als BIM 2.0 beschreibt. Informationen sollen über einzelne Modelle und Dateien hinaus verfügbar bleiben. Raumdaten, Auslegungsannahmen und Berechnungsergebnisse werden so miteinander verbunden, dass sie in verschiedenen Anwendungen und Projektphasen weiterverwendet werden können. Der Schwerpunkt verschiebt sich damit vom Austausch einzelner Dateistände zur kontinuierlichen Nutzung aktueller Daten.

  • BIM 1.0 zu BIM 2.0MagiCAD Group
  • Der MagiCad DatahubMagiCAD Group

BIM 2.0 baut dabei auf bestehenden BIM-Prozessen auf. Eine verlässliche Datenbasis braucht klare Zuständigkeiten, nachvollziehbare Änderungen und geeignete Schnittstellen. Für die Fachplanung soll erkennbar sein, woher eine Angabe stammt, wie aktuell sie ist und welche Berechnung darauf beruht. Das erleichtert Abstimmungen und fundierte Entscheidungen.

Früher analysieren und Varianten vergleichen

In der frühen Planung werden Anlagenkonzepte festgelegt, bevor jedes Bauteil detailliert modelliert ist. Stehen Nutzungsdaten und Anforderungen strukturiert bereit, lassen sich beispielsweise zwei Lüftungskonzepte auf derselben Grundlage vergleichen. Unterschiede beim Platzbedarf und beim erwarteten Energiebedarf werden so besser bewertbar. Auch Umweltwirkungen können früher berücksichtigt werden, sofern geeignete Daten und Berechnungsmethoden vorliegen. Mit fortschreitender Planung werden die Annahmen konkretisiert und Ergebnisse überprüft. Die Informationen sollen dabei erhalten bleiben und später auch für Ausführung und Betrieb nutzbar sein.

Wie MagiCAD die Verbindung schafft

MagiCAD Group arbeitet an der Infrastruktur für diese datenbasierte Arbeitsweise. Mit dem MagiCAD Datahub verfolgt das Unternehmen den Ansatz, frühe Konzeptplanung, detaillierte BIMPlanung und Berechnungen zu verbinden. Strukturierte Raum- und Produktdaten sollen über Schnittstellen in verschiedenen Anwendungen zugänglich sein. Damit können vorhandene Angaben weiterverwendet werden, statt sie bei jedem Wechsel erneut aufzubereiten.

Ein Anwendungsbereich ist die Nutzung von Raumdaten aus der Konzeptphase für die anschließende Auslegung. Der Datahub-Ansatz umfasst außerdem die Einbindung von Nachhaltigkeitswerten, CO₂-Berechnungen und Massenermittlungen in den Planungsprozess. Ziel ist eine gemeinsame Datengrundlage, auf der Planungsentscheidungen und ihre Ergebnisse zusammengeführt werden. Die Umsetzung hängt von den eingesetzten Anwendungen und Abläufen ab.

Der nächste Schritt liegt in der Datennutzung

Daten sollen Entscheidungen vom ersten Konzept bis in spätere Projektphasen unterstützen. Was dieser Wandel für die TGA-Planung bedeutet, erläutert Pauli Keinonen auf der BIM WORLD in München. Sein Vortrag „From BIM to BIM 2.0: Rethinking MEP Design in a Data-Driven Era“ findet  am 25. November 2026 von 12:30 bis 12:55 Uhr auf der Congress Stage 2 statt.

Entdecken Sie hier (öffnet in neuem Fenster), wie MagiCAD die datenbasierte TGA-Planung voranbringt.

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